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Betrachten Sie die Zweinationalität Ihrer Beziehung als eine persönliche Bereicherung oder eher als Hindernis in der Kommunikation bzw. im gegenseitigen Kennenlernen? - Die zwei Sprachen und Kulturen sehe ich als Bereicherung auf vielen Ebenen. - Die neue Zweinationalität unserer Beziehung ist für mich eine persönliche und geschäftliche Bereicherung. - Generell eine Bereicherung, aber auch ein Hindernis für die polnische Partnerin in Deutschland, sie muss dem Ehemann einige Erledigungen übertragen. Das Gleiche gilt umgekehrt bei Aufenthalten in Polen für den Ehemann. - Das hängt meines Erachtens stark von den beiden Partnern ab, weniger von der Zweinationalität. Trotzdem spielt diese eine gewisse Rolle und bedeutet immer wieder neue Herausforderungen. - Die Bi-Nationalität unserer Beziehung war und ist der zweitwichtigste Schlüssel für die Tatsache, dass wir seit 30 Jahren zusammenleben. - Wir sehen die Zweinationalität unserer Beziehung und Ehe als Bereicherung. - Durch den permanenten Spiegel, in dem man die Situation vor Ort betrachtet, wird man kritischer im Umgang mit der eigenen Kultur und wünscht sich für beide Kulturen nur die besten Seiten der jeweils anderen. Bereichernd ist diese Vergleichsmöglichkeit unbedingt; daneben ist man auch Botschafter der eigenen Kultur und trägt somit mehr Verantwortung als in der Heimat. - Unseres Erachtens ist es ausschließlich als Bereicherung zu betrachten. Wir glauben, dass für Menschen, die einer direkten (interkulturellen) Kommunikation offen und verständnisvoll gegenüberstehen, Binationalität kein Hindernis für eine Beziehung ist. - Ein Sprichwort sagt: Jede neue Sprache ist wie ein neues Leben. Dem kann ich nur zustimmen. Die Neugier auf Neues und Unbekanntes ist hierbei das entscheidende Moment. Dies gilt ebenso für Kultur und menschliche Werte. Wer nur das Bekannte und Vertraute sucht, wird meine Ansicht nicht teilen. - Eine kleine Anekdote: Ein Bekannter beklagt sich bis heute über die Reaktion seiner polnischen Frau, die bei der ersten Verabredung im Restaurant neidvoll auf seinen Teller geblickt habe, während sie lustlos an ihrem kleinen Salat genagt habe, obwohl er sie doch ausdrücklich aufgefordert habe, sich zu bestellen, was sie wolle. Ähnliches habe auch ich erlebt. Umgekehrt fühlte ich mich schon einige Male genötigt, wenn ich in Polen ehrlichen Herzens angebotene Speisen oder Getränke abgelehnt habe und immer weiter bedrängt wurde, sie doch endlich anzunehmen. Es gibt eine kleine Geschichte eines chinesischen Gastprofessors, der an deutscher Tafel beinahe verhungert wäre, weil er von seinen Gastgebern nicht genügend unter Druck gesetzt wurde: „Aber ich bin höflich geblieben“. - Die Zweinationalität ist eine riesige Bereicherung. Wir haben als Pendler zwischen der polnischen und der deutschen Welt nicht nur das Land, die Kultur und die Gesellschaft des jeweils anderen kennen gelernt, sondern entdecken auch an uns immer wieder Dinge, die damit in Zusammenhang stehen. - Die Zweinationalität ist für beide ein Segen und erweitert die jeweiligen Horizonte. - Die Zweinationalität bedeutet für uns beiden eine große Bereicherung und erleichtert die Kommunikation in vielen Bereichen. - Eine großartige Bereicherung, die Abendessen werden nicht langweilig. Zum Anfang
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